Kunstmuseum Solingen
42653 Solingen
Wuppertaler Straße 160

Werner Schriefers: Im Garten … arbeiten wie der Vogel singt

Laufzeit: 26. April 2013 bis 02. Juni 2013

"Ich wünschte, dass die Menschen alle viel offener und sinnlicher sein möchten, so dass sie sich genauso an den Bildern erfreuen können wie an einer Pflanze, deren Art und Abstammung sie nicht bestimmen können, ein Bild ob seiner Schönheit zu begreifen." Werner Schriefers (1926 - 2003)

Werner Schriefers hatte Kontakt zu Heinz Rasch, der in einem Atelier in Wuppertal-Elberfeld am Döppersberg direkt über der Wupper Künstler arbeiten ließ, vor den Nachstellungen der Nationalsozialisten verborgen. Dieses "Asyl" nutzen die als "entartet" geltenden Maler und Bauhaus-Meister Oskar Schlemmer, Willy Baumeister und Georg Muche. In diesem Atelier entstanden die "Fenster-Bilder" von Oskar Schlemmer und hier experimentierten Schlemmer und Baumeister für den Farben-Fabrikanten Dr. Kurt Herberts.

Nach Kriegsabitur und Militärdienst studierte Werner Schriefers 1946 an der Textilingenieurschule in Krefeld (heute Hochschule Niederrhein) Gestaltung und Malerei bei dem ehemaligen Bauhaus-Meister Georg Muche. Nach Kriegsende erhielt er keine Farben, weil er während des Nationalsozialismus kein Mitglied der Reichskammer der Bildenden Künste war. Nach einem nur zweijährigen Studium wurde er 1949 von Jupp Ernst, der mit Georg Muche befreundet war, an die Werkkunstschule Wuppertal (heute Fachbereich Design, Bergische Universität Wuppertal) geholt. Ziel war es, in einem Vorkurs künstlerische Grundlagen zu lehren.

Werner Schriefers malt seine Bilder auf dem Weg von der Gegenständlichkeit zur Abstraktion. Die Natur ist ihm dabei Vorbild. Erstellt in Krefeld und in Wuppertal aus, auch in der dortigen legendären "Galerie Parnass".

"Meine Malerei ist bestimmt durch den immer wieder gleichen Vorgang einer Empfindung und ist damit Ausdruck einer Empfindung. Jede Empfindung lässt sich kombinieren mit einer anderen, und so entsteht dann das Inhaltliche. Das Bild soll offenbaren und gleichzeitig, wie ich sagte, gut gemacht sein. Ich bin Maler und pflege die Malerei im Sinne einer Aktion und einer Technik, die Schönheit erzeugt."

Seine umfangreiche Design-Sammlung stiftete er 1986 der Universität Wuppertal und 2003 seine Werk- und Formensammlung dem erzbischöflichen Diözesanmuseum in Köln.

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