Diözesanmuseum St. Afra
86152 Augsburg
Kornhausgasse 3-5

Barfuß vor St. Max
Von der Klosterkirche der Franziskaner zur Pfarrkirche St. Maximilian

Laufzeit: 18. Oktober 2013 bis 12. Januar 2014

Zum 400jährigen Jubiläum präsentiert ein vielfältiges Spektrum aus alten Fotos, Kupferstichen, erhaltenen Kunstwerken und Dokumenten die wechselvolle Geschichte der Klosterkirche Zum Heiligen Grab in Augsburg zwischen Reformation und Säkularisation und begleitet den Weg von der nachfolgenden Pfarreigründung über Zerstörung und Wiederaufbau.

Zum 400-jährigen Weihejubiläum spürt die Ausstellung „Barfuß vor St. Max“ der wechselvollen Geschichte der Augsburger Stadtpfarrkirche St. Maximilian und ihrer Vorgängerin, der Franziskaner-Klosterkirche Zum Heiligen Grab nach. Ein vielfältiges Spektrum aus alten Fotos, liturgischen Geräten, erhaltenen Skulpturen, hochwertigen Gemälden, Kupferstichen und vielem mehr lässt das Klosterleben zwischen Reformation und Säkularisation aufleben und begleitet den Weg von der Pfarreigründung über Zerstörung und Wiederaufbau. Bis heute schlägt hier das geistliche Herz der Jakobervorstadt.
Schon zu Lebzeiten des heiligen Franziskus kamen die ersten Franziskaner nach Augsburg, die der Volksmund „Barfüßer“ nannte. In den Wirren der Reformation löste sich der Konvent jedoch auf, seine Kirche wurde den Protestanten zugeschlagen. In der heutigen Franziskanergasse in der Jakobervorstadt konnten sich die „Barfüßer“ wieder ansiedeln. Knapp 200 Jahre lang, von 1609 bis 1808, betreuten die Franziskaner dort die Katholiken und vor allem die vielen hier ansässigen sozialen Einrichtungen.
Als die Franziskaner durch die Säkularisation ihr Kloster aufgeben mussten, wurde die Klosterkirche Zum Heiligen Grab 1809 zur Pfarrkirche. Die franziskanische Vergangenheit versuchte man gründlich zu tilgen, etwa indem man der Kirche das neue Patrozinium St. Maximilian gab – dem bayerischen König zu Ehren. In der Folge wurde die Kirche mehrmals neu ausgestattet; schließlich fiel sie bis auf die Fassadenwand samt Inventar den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges zum Opfer. Den Wiederaufbau der Kirche, wie sie heute zu erleben ist, leisteten so namhafte Künstler wie Dominikus Böhm und Franz Nagel.

Katalog: wissenschaftliche Publikation mit zahlreichen Aufsätzen und Abbildungen, Wissner-Verlag, Augsburg

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