Berliner "Milljöh" - Humor und Schicksal

Laufzeit: 12. Dezember 2013 bis 09. März 2014

Berlin um 1900 war Sinnbild für die moderne Großstadt und den Siegeszug der Industrialisierung. Die Großstadt war geradezu Synonym für Fortschritt und Moderne. Doch das Alltagsleben sah gänzlich anders aus. Die Prachtbauten der Unternehmer, die durch die Industrie zu Geld gekommen waren, standen im starken Gegensatz zu den Mietskasernen und dem Hinterhofmilieu der Arbeiter.

Mit den beiden Künstlern Käthe Kollwitz (08.07.1867 - 22.04.1945) und Heinrich Zille (10.01.1858 - 09.08.1929) zeigt das Kulturelle Forum zwei Künstlerpersönlichkeiten, die in extremer Weise die vor ihnen liegenden Missstände protokolliert und gespiegelt haben. Während Käthe Kollwitz mit großem Ernst und in düsteren Farben harte Kritik an den sozialen Missständen, am Krieg und seinen Folgen übt, so verpackt Heinrich Zille größtenteils eine Kritik am sozialen Elend in einer satirischen Form des Humors. "Zille sein Milljöh" ist gleichwohl gefühlsvoll und gütig, die sozialkritischen Elendsschilderungen von Käthe Kollwitz erscheinen nicht voyeuristisch, sondern mahnend und klagend.

Den Besucher/innen der Ausstellung begegnen ca. 40 Arbeiten von Heinrich Zille und dazu ausgewählte Werke von Käthe Kollwitz.

Kategorien:
Kunst | 20. Jahrhundert |  Ausstellungen im Bundesland Nordrhein-Westfalen | Ort:  Langenfeld |
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