Max Uhlig | vor der Natur gewachsen

Laufzeit: 01. Juli 2014 bis 26. Oktober 2014

Das Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen widmet sich mit Max Uhlig einem Künstler, der zu den wichtigen deutschen Malern der Gegenwart gehört. Zum ersten Mal steht dabei sein malerisches und zeichnerisches Gesamtwerk im Mittelpunkt.

Sein künstlerischer Eigensinn und besonderer Stil waren die Garantie für Qualität in politisch wie kulturell verschiedenen Gesellschaften. Immer ist Max Uhlig sich dabei selbst treu geblieben. Seine Werke befinden sich heute in vielen Sammlungen in Deutschland und weltweit, von Paris bis Basel oder London und New York.

Ausgangspunkt ist für ihn die Anschauung, die Arbeit vor dem Objekt oder in der Natur. Den Prozess des Sehens überträgt Max Uhlig dabei in seine Bilder. Er sucht nicht den überraschenden Moment: "Für mich wird eine Sache interessant, wenn sie durch langes Anschauen fremd wird." (M. Uhlig) Dieser künstlerischen Position trägt auch der Titel der Ausstellung Rechnung.

Neben den großformatigen Landschaftsgemälden der neunziger Jahre aus Frankreich sind kleine Landschaften der siebziger Jahre ebenso zu sehen wie die markanten Porträtköpfe. Wundervolle farbige Aquarelle der mecklenburgischen Landschaft, der Blick aus dem Atelierfenster in Dresden oder kaum bekannte Straßenszenen der achtziger Jahre und große schwarz-weiße Tuschezeichnungen, wie sie für die Entwürfe der Chorfenster der Magdeburger Johanniskirche Verwendung finden.

Die Retrospektive ist jedoch nur die Ouvertüre für eine dauerhafte Präsenz von Werken des 1937 in Dresden geborenen Künstlers in Magdeburg. Noch in diesem Jahr wird mit dem Einbau der 13 von ihm entworfenen Glasfenster in der spätgotischen Johanniskirche begonnen. Sie basieren auf zwei für den Motivkreis Max Uhligs grundlegenden und immer wiederkehrenden Themen: Vegetation und Landschaft, die in stark abstrahierter Form in den hohen Fenstern des Chores und der Südseite erscheinen. Die Chorfenster, in denen stilisierte Weinstöcke angeordnet werden, sind farblich zurückhaltend, als Grisaillen gestaltet (schwarz/weiß/grau, mit Zwischentönen). Die Südseite zeigt die für den Künstler typische Farbigkeit.

Katalog: Zur Ausstellung erscheint eine Monographie im Hirmer Verlag, München.

Kategorien:
Kunst | Zeitgenössische Kunst | 20. Jahrhundert | 21. Jahrhundert |  Ausstellungen im Bundesland Sachsen-Anhalt | Ort:  Magdeburg |
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