Glasmuseum
97877 Wertheim
Mühlenstraße 24

Gläserne Christbaumspitze mit Engelshaar, Thüringen, 1950er Jahre

Laufzeit: 30. November 2013 bis 06. Januar 2014

In den 1950er Jahren in Thüringen hergestellt wurde diese gläserne Christbaumspitze in Form eines versilberten Engels mit Flügeln und einer Wolke aus Engelshaar. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts hat man in Lauscha im Thüringer Wald – heute noch Hochburg der gläsernen Christbaumschmuckindustrie – aus Glasstäben mit einem Spinnapparat, der so genannten „Engelshaarmaschine“, hauchdünne Glasfäden gezogen. Glatte Glasfäden verwendeten die Glasbläserfamilien für Vogelschwänze, Rosetten und Engelsflügel, gelockte Glasfäden als „Engelshaar“ für Rauschgoldengel und zur Dekoration von Weihnachtsbäumen. Im Gegensatz zum glatten Engelshaar braucht man für das gelockte Engelshaar zwei unterschiedliche Glasarten: das harte Duranglas und das weichere AR-Glas.

Nur wenn diese beiden Glasarten mit unterschiedlicher Erweichungstemperatur und unterschiedlicher Ausdehnung in der Flamme miteinander verschmelzen, entsteht die für die „Locken“ nötige Spannung im Glas. Ausgehend von diesem „Patent“ hat Werner Schuller 1936 in Thüringen das Stabtrommelziehverfahren für die erste spinnbare Glasfaser entwickelt. Obwohl inzwischen für industrielle Zwecke bei Johns Manville optimiert, bildet das Ausziehen von Glasfäden noch heute das Grundprinzip zur Herstellung von Glasfasern.

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