Kunstverein Hannover
30159 Hannover
Sophienstraße 2

Anne-Mie Van Kerckhoven
What Would I Do in Orbit?

Laufzeit: 18. März 2017 bis 14. Mai 2017

Mit der Einzelausstellung »What Would I Do In Orbit?« der belgischen Künstlerin Anne-Mie Van Kerckhoven (*1951, lebt in Antwerpen) präsentiert der Kunstverein Hannover erneut parallel zur CeBIT und HANNOVER MESSE eine Ausstellung, die sich mit digitalen Fragestellungen auseinandersetzt. Im Anschluss an »Digital Conditions« (2015) und »Digital Archives« (2016) fokussiert die Ausstellung die Frage, wie digitale Medien das Handeln, Denken und auch die Kunst verändert haben. Als Vorreiterin setzt die Küstlerin Anne-Mie van Kerckhoven (AMVK) bereits seit den 1980er-Jahren den Computer als künstlerisches Instrument ein und befasst sich seither mit philosophischen Ansätzen rund um die Frage des Virtuellen.

Mit der Einzelausstellung »What Would I Do In Orbit?« der belgischen Künstlerin Anne-Mie Van Kerckhoven (*1951, lebt in Antwerpen) präsentiert der Kunstverein Hannover erneut parallel zur CeBIT und HANNOVER MESSE eine Ausstellung, die sich mit digitalen Fragestellungen auseinandersetzt. Im Anschluss an »Digital Conditions« (2015) und »Digital Archives« (2016) fokussiert die Ausstellung die Frage, wie digitale Medien das Handeln, Denken und auch die Kunst verändert haben. Als Vorreiterin setzt die Küstlerin Anne-Mie van Kerckhoven (AMVK) bereits seit den 1980er-Jahren den Computer als künstlerisches Instrument ein und befasst sich seither mit philosophischen Ansätzen rund um die Frage des Virtuellen.

Das Werk der belgischen Künstlerin Anne-Mie Van Kerckhoven / AMVK (*1951) besticht durch eine Mischung aus Motivik und Abstraktion, aus Underground und Hochkultur, es umfasst zahlreiche Medien, die von der händischen bis zur Computer-Zeichnung reichen, vom Text über Illustrationen bis hin zu filmischen sowie musikalischen Arbeiten. Trotz der Vielzahl der Medien in den Einzelwerken besticht AMVK seit über vier Jahrzehnten durch inszenatorische Verwandlungen von Ausstellungsräumen, für die sie stets besondere Displays entwickelt. In ihrem komplexen Werk verflichtet sie sowohl in einzelnen Arbeiten als auch in Zusammenstellungen die (weibliche) Selbstbetrachtung mit komplexen interdisziplinären Theorien und Forschungsfeldern. Charakteristisch ist in ihrem Werk der biografische Beginn in der Gegenkultur von Punk, Feminismus, im generationstypischen Anti-Akademismus, der einerseits Popästhetik, andererseits eine hochkomplexe Inhaltlichkeit hervorbrachte:

»Zu dieser Zeit las ich gleichzeitig de Sade und Wittgenstein in Kombination mit Wissenschaftsmagazinen. Die Erklärung meiner Arbeit wurde zu einer zweiten Version meiner Arbeit. Und mein eigenes Gehirn wurde zum Gegenstand meiner Kunst. Die Impulse, die mich dazu brachten, Dinge zu tun, rückten ins Zentrum meines Interesses. Einfluss, Bestimmung, Schicksal, das Soziale, die Moral – alles, was das Handeln der Leute antreibt, wurde zu meiner Inspiration. Als Gegengewicht zu den Bildern begann ich damit, Bilder aus den Massenmedien zu verwenden. Ich sammelte jedes Magazin, das ich mir leisten konnte, und nutzte die ganze ‚Oberflächlichkeit‘ dazu, um unter der Oberfläche nach Strukturen, Sparten und Systemen zu suchen.« (aus: Anne-Mie Van Kerckhoven, Das Abstrakte ist keine sexuelle Stimulanz, 1995)

Die in Antwerpen lebende Künstlerin ist seit vielen Jahren einflussreich als Professorin an belgischen Kunstakademien tätig, studierte in den 1970er Jahren Grafikdesign und beschäftigte sich parallel mit philosophischen und naturwissenschaftlichen Theorien. Sie arbeitete dabei zunächst im Medium der Zeichnung – jenem Medium, das sie damals mit dem Vorteil der leichten Kommunikationsfähigkeit und der Multiplizierbarkeit/Verbreitung verband – und erweiterte es im Laufe der Jahre hin zu einem Instrument für räumliche und filmische Darstellungen von Gedanken, Emotionen, Innenwelten.

Von Beginn an zeichnet sich das Werk von AMVK durch eine besondere Experimentierfreude, aber auch durch das Erkunden der jeweils neu in ihrer Zeit entstehenden Medien aus. Ihr Werk besticht aus heutiger Sicht besonders, da ihre Arbeitsweise gerade mit dem Blick auf eine jüngere Künstlergeneration sehr bedeutend ist – früh hat sie mit Filmschnittprogrammen experimentiert und den Computer gleichwertig als zeichnerisches Werkzeug verstanden.

Die Ausstellung wird realisiert in Zusammenarbeit mit dem Museum Abteiberg (13. Novemeber bis 26. Februar 2017) und dem M HKA Antwerpen (Frühjahr 2018).

Zur Museumseite: Kunstverein Hannover

Kategorien:
Kunst | Zeitgenössische Kunst |  Ausstellungen im Bundesland Niedersachsen | Ort:  Hannover |
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