Hessisches Landesmuseum
64283 Darmstadt
Friedensplatz 1

ROSETTA - Europas Kometenjäger

Laufzeit: 12. Mai 2017 bis 08. Oktober 2017  

Im Großen Saal des Hessischen Landesmuseums Darmstadt zeigt die Ausstellung auf 480 qm Modelle der beiden Sonden, des Kometen sowie der Trägerrakete Ariane 5G+. Eine multimediale Deckenprojektion visualisiert die Reise eindrucksvoll. Zudem werden spektakuläre Meteoritenfunde präsentiert, die Einblick in die Zusammensetzung unseres Sonnensystems geben.

Als Besonderheiten gelten ein Mars- und ein Mondmeteorit. Diese werden ergänzt durch den Steinmeteoriten »Darmstadt«, der vor 1804 über der Stadt niederging und den Eisenmeteoriten »Unter-Mässing«, der mit einem Gewicht von 80 kg der größte erhaltene Meteorit Deutschlands ist. Die meisten Meteoriten, die auf der Erde gefunden werden, stammen aus dem Asteroidengürtel zwischen den Planeten Mars und Jupiter und damit aus der Region, in der »Rosetta« begann, den Kometen zu begleiten.

Die Geschichte der Mission ist einzigartig! Im März 2004 beförderte eine Ariane-Rakete die Sonde »Rosetta« ins All, um die Entstehungsgeschichte unseres Sonnensystems zu erforschen. Die Sonde »Rosetta« passierte nach mehreren Schwungmanövern an Erde und Mars die Asteroiden »Šteins« und »Lutetia«. Nach sieben Jahren Flug wurde sie im Jahr 2011 in einen 957 Tage dauernden Schlaf versetzt, um Energie zu sparen. Nach erfolgreichem Aufwachen erreichte »Rosetta« im August 2014 ihr Ziel, den Kometen »67P/Tschurjumow-Gerassimenko«.

Die Sonde »Philae« landete im November 2014 nach siebenstündigem Abstieg und zweimaligem Abprallen auf dem Kometen. Sie führte über 56 Stunden Messungen auf dessen zerklüfteter Oberfläche durch und ging schließlich in einen Schlafmodus über. Sieben Monate später wachte »Philae« wieder auf, da genügend Sonnenlicht zur Ladung der Batterien zur Verfügung stand, aber schon im Juli 2015 sendete er sein allerletztes Signal. Kurz vor Ende der Mission entdeckte eine Kamera den kleinen »Philae« an einem dunklen Felsvorsprung. »Rosetta« folgte dem Kometen noch fast zwei Jahre auf seiner Bahn um die Sonne, bis sie im September 2016 nach einer Gesamtflugstrecke von 7 Milliarden Kilometern kontrolliert auf den Kometen abstürzte.

Die Sonderausstellung ist für junge und ältere Zielgruppen gleichermaßen interessant. Sie verknüpft Kometenforschung mit Meteoritenfunden und gibt damit Auskunft über die ältesten uns bekannten Urstoffe.

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