Käthe-Kollwitz-Preis 2019 - Hito Steyerl

Laufzeit: 21. Februar 2019 bis 14. April 2019

Hito Steyerl erhält den Käthe-Kollwitz-Preis 2019. Mit dieser Auszeichnung ehrt die Akademie der Künste eine internationale Künstlerin, deren besonderes Interesse den Medien, der Technologie und der Verbreitung von Bildern gilt. Ihr Werk umfasst Texte, Performances, Multimedia-Installationen und essayistische Dokumentarfilme, in denen sie sich mit postkolonialer Kritik, feministischer Repräsentationslogik sowie den Einflüssen der Globalisierung auf den Finanz-, Arbeits- und Warenmarkt auseinandersetzt.

Hito Steyerl, so die Jury, gelinge es wie kaum einer anderen bildenden Künstlerin auf provokante und scharfsinnige Weise physische, visuelle und intellektuelle Informationen in einem Werk zu bündeln. Die Juroren heben bei ihrer Wahl hervor, „dass Hito Steyerl mit ihren Bildmontagen aus Computeranimationen, aus Massenmedien und aus selbstgedrehten Szenen auf den Einfluss digitaler Informationen und digitalen Lebens reagiert und mit ihrer Arbeit auf gegenwärtige politische, gesellschaftliche und soziale Prozesse aufmerksam macht.“

Die mit 12.000 Euro dotierte Auszeichnung wird am 20. Februar 2019 in Berlin verliehen. Anlässlich der Preisverleihung zeigt die Akademie der Künste eine Ausstellung mit ausgewählten Arbeiten von Hito Steyerl am Pariser Platz.

Hito Steyerl (geb. 1966 in München) ist Professorin für Experimentalfilm und Video sowie Mitbegründerin des Research Centers for Proxy Politics an der Universität der Künste Berlin. Sie studierte in Tokio und München Kinematographie und Dokumentarfilmregie. 2003 schloss sie ihre Promotion in Philosophie an der Akademie der Bildenden Künste Wien ab. Ihre Werke wurden unter anderem auf der Biennale in Venedig, im Museum of Contemporary Art, Los Angeles, und im Museum of Modern Art (MoMA), New York, ausgestellt. Neben ihrer Tätigkeit als Künstlerin war sie am Center for Cultural Studies des Goldsmiths College in London sowie als Gastprofessorin an der Royal Danish Academy of Fine Arts, Kopenhagen, und der Academy of Fine Arts, Helsinki, tätig. Das Royal College of Art, London, zeichnete sie 2016 mit dem Titel „Honorary Doctorate“ aus.

Katalog: Zur Ausstellung erscheint eine Publikation.

Kategorien:
Kunst | Zeitgenössische Kunst | 21. Jahrhundert | Europa | Westeuropa |  Ausstellungen im Bundesland Berlin | Ort:  Berlin |
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