kunst galerie fürth
90762 Fürth
Königsplatz 1

Marcel van Eeden – Zigmund`s Machine

Laufzeit: 13. Januar 2019 bis 24. Februar 2019

Marcel van Eeden wurde am 22.11.1965 in Den Haag, NL, geboren. Er studierte Malerei von 1989 bis 1993 an der Koninklijke Academie van Beeldende Kunsten, Den Haag. Von 2006 bis 2008 lebte er in Berlin, wo er als Teilnehmer der 4. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst (25.3.-5.6.2006) der internationalen Öffentlichkeit bekannt wurde mit einer Serie von 137 Zeichnungen. Seit 2008 lebt und arbeitet er abwechselnd in Zürich, Den Haag und Karlsruhe, wo er eine Professur an der Staatlichen Akademie der Künste innehat.

Mit seinen malerisch angelegten Zeichnungen (die Grautöne und der Chiaroscuro-Effekt sind ihm wichtiger als die Linie ), die in der Regel Teil von Bildserien sind, ist Marcel van Eeden international bekannt. Bei der Technik beschränkt er sich im Wesentlichen auf den fetthaltigen, sogenannten Negro(kohle)stift, dazu kommen im Einzelfall farbige Stifte oder Kreiden und das Aquarell. Für die Motiv-Findung hat er eine Spielregel aufgestellt: Marcel van Eeden verwendet seit 1985 Bildvorlagen (Fotos, Poster, Bücher, Magazine, Briefe), die alle aus der Zeit vor seiner Geburt stammen müssen. Er dreht quasi den Zeitfluss um, weil er seine Motivik aus einer im Laufe seines Lebens zunehmend weiter zurückliegenden Vergangenheit nimmt. Zurecht werden die Blätter immer wieder mit dem Film noir verglichen, oder zumindest mit Storyboards solcher Filme (Parallelen zu entsprechenden Graphic Novels eingeschlossen). Bild- und Textvorlagen werden zu mehr assoziativen und bruchstückhaften als linearen Geschichten zusammengefügt, einzelne Serien-„Helden“ können in neuen Bildserien auftauchen. Ausgangspunkt dieses Interesses von van Eeden an einer vergangenen Gegenwart ist die grundlegende Überlegung, dass die Welt existiert hat vor der Geburt eines Individuums, wie sie nach seinem Tod existieren wird. Eine Überlegung, für die sich van Eeden auf Arthur Schopenhauer beruft, der sagte, dass es tröstlich sei, dass das Individuum aus dem Nichts kommt und wieder ins Nichts übergeht.

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Kategorien:
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