Mori-Ôgai-Gedenkstätte
10117 Berlin
Luisenstr. 39

TOKYO BLURRED, 2019

Laufzeit: 10. Januar 2019 bis 30. Mai 2019

Peter Brune ist ein Kind der DDR. Geboren in Gardelegen (Sachsen-Anhalt) im Oktober 1964, als die Augen der Welt gerade auf die Olympischen Spiele in Tokio gerichtet waren. Die Ferien und später seine Studienzeit verbringt er in Berlin, weshalb er einem wie ein waschechter Berliner entgegentritt. In den alten Alben seiner Großmutter entdeckt er das Mysterium der Fotografie. Die flüchtige, schon bald vergangene Zeit, Momente festhalten – das fasziniert ihn! Also fotografiert der self-made Autodidakt frühzeitig alles, was ihm vor die Linse kommt.

Nach der Wende ist er ab 1991 als freischaffender Fotograf tätig, arbeitet im Sommer im Roten Salon der Volksbühne und geht 1994 auf eine mehrmonatige Asienreise. Seine erste Begegnung mit Japan ist so nachhaltig, dass er 1997 ein Studium an der Japanologie der Humboldt-Universität aufnimmt. Über das Austauschprogramm mit der Tôkai-Universität kommt er im August 2000 für 10 Monate nach Japan. Und bleibt. Am renommierten Magazine House arbeitet er zunächst als Fotograf, fängt an Webseiten zu gestalten und ist heute Art Director dieses Verlagshauses. Inzwischen ist er „japanisiert“, hat seinen dauerhaften Wohnsitz in Tokio, besitzt er eine Residence card (Zairyû kâdo) mit unbegrenzter Laufzeit, darf also am Schalter für Japaner einreisen und wird vertraut-höflich mit „Willkommen wieder zu Hause“ begrüßt (okaerinasaimase).

Über 25 Jahre hat er in schwarz-weiss-Fotografien sein Japan festgehalten. Zu seinen Lieblingsmotiven gehören der Himmel über Tokio oder die Atmosphäre in den kleinen Gassen der down town, die ihn manchmal an die Hinterhofromantik der DDR erinnern. Dort fängt er quasi die Welt in einer Spiegelscherbe ein – wenn nicht gerade die Welt auf die Insel kommt: scheinbar en passant laufen ihm auch Jane Birkin, Pina Bausch, der Dalai Lama oder Woody Allen vor die Kamera.

Auch sonst ist er für neue Erfahrungen stets offen. 2006 spielt er an der Seite von Bruno Ganz im Film „Ode an die Freude“ über das deutsche Gefangenlager in Bandô und die Uraufführung der 9. Symphonie von Beethoven den jungen Marineoffizier Gustav Anders.

Zur Museumseite: Mori-Ôgai-Gedenkstätte

Kategorien:
Fotografie | 21. Jahrhundert |  Ausstellungen im Bundesland Berlin | Ort:  Berlin |
Vergangene Ausstellungen
2019 (1)
2018 (1)
2017 (2)
2016 (2)
2015 (1)
2010 (1)
2009 (1)
2008 (1)
2007 (1)
2005 (2)
2004 (3)
2001 (2)
2000 (1)
Änderungen / Ausstellungen melden

Sie wollen Änderungen oder Ergänzungen zu Mori-Ôgai-Gedenkstätte mitteilen?

 Ausstellung melden  Ausstellungsbild senden  Museumsbild senden  Andere Änderungen  10 Highlights zeigen
Ausstellungsempfehlungen aus anderen Museen
Abbildung: Heimatautomat © Fichtelgebirgsmuseum im Sigmund-Wann-Spital
Typisch Fichtelgebirge
Fichtelgebirgsmuseum
Wunsiedel
25.10.2019 bis 02.02.2020
Was macht das Fichtelgebirge aus, wo liegen die Stärken und Besonderheiten dieses einzigartigen Landstrichs? Dieser Frage hat sich das LEADER-Projekt REGIOident Fichtelgebirge  gemeinsam mit der Bev...
Abbildung: usgetrickst! VR-Mutprobe Richie's Plank Experience © ATC Agency.
Ausgetrickst! – Die spektakuläre Illusionen-Ausstellung
Schloßmuseum
Augustusburg
05.10.2019 bis 21.02.2020
Tauchen Sie ein in bewegte Bilder, begehbare Kaleidoskope und Spiegelwelten. Erleben Sie ein schiefes Zimmer oder einen Stuhl, der eigentlich keiner ist, aber aus einem bestimmten Blickwinkel dazu wir...