Mori-Ôgai-Gedenkstätte
10117 Berlin
Luisenstr. 39

The making of: Suzukazumi - Kalligraphietusche aus Suzuka. Kleinode des japanischen Kunsthandwerks

Laufzeit: 23. Juli 2019 bis 18. Dezember 2019  

Die Manufaktur „Shinseidô“ in Suzuka in der Präfektur Mie ist eine der wenigen in Japan, wo Tuschen für Kalligraphie und Tuschmalerei noch in einem langwierigen Prozess per Hand hergestellt werden. Endprodukte sind kleine rechteckige oder auch runde Tuschsteine, die nicht nur aus hochqualitativem Material bestehen, sondern von außen wie Kleinode des Kunsthandwerks wirken.

Immer mehr Menschen interessieren sich auch in unseren Breiten für japanische und chinesische Kalligraphie. Doch die wenigstens wissen, wie das Material entsteht, mit dem sie in Kursen üben oder Kunstwerke schaffen, welche Vielfalt an Tuschsteinen es gibt – und: warum sie so gut riechen!

Die Ausstellung vermittelt einen Blick hinter die Kulissen einer traditionellen japanischen Kulturtechnik. Sie führt in die hohe Kunst der Herstellung von Kalligraphietuschen ein und gibt Ausblicke auf die Verwendung von Tusche in anderen Bereichen, z.B. in Lebensmitteln, Kleidung, beim Hausbau, der Aromatherapie oder neuerdings auch als Schminke in der Filmindustrie, z.B. Samurai-Filmen.

Der älteste Tuschstein Japans befindet sich im Shôsôin in Nara. Mori Ôgai war für diese „Kaiserliche Schatzkammer“ von 1917 bis zu seinem Tod im Jahr 1922 als Generaldirektor der Kaiserlichen Museen zuständig. Sein Oeuvre wäre nicht denkbar ohne die vier Kostbarkeiten eines Gelehrtenzimmers: Tusche, Reibstein, Papier und Pinsel.

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