Abbildung: FORT, The Shining, 2014, Remake of the entrance door of Berlin techno club Berghain, dancefloor, video (9 minutes, HD, 16:9, sound) © Courtesy: the artists and Sies + Höke, Düsseldorf / Camera, Photos:

Im Licht der Nacht – Die Stadt schläft nie
Mit Arbeiten von Andreas Bunte, FORT, Matthias Lahme, Klara Lidén, Ann Lislegaard, Claus Richter, Alona Rodeh, Tobias Zielony und Transparentbildern aus dem 19. Jahrhundert

Laufzeit: 25. Oktober 2019 bis 09. Februar 2020  

Anderer Ausstellungsort:
KAI 10 | ARTHENA FOUNDATION in Düsseldorf und Museum Marta Herford

Die Nacht sucht alle Orte heim, doch im urbanen Raum entlädt sich die ganze Bandbreite ihrer Bedeutungen. Die Ausstellung Im Licht der Nacht – Die Stadt schläft nie folgt dem Mythos der Großstadtnacht und ihren schillernden Akteur*innen.

Die Nacht sucht alle Orte heim aber gerade im urbanen Raum entlädt sich die ganze Bandbreite ihrer Bedeutungen. Im Fokus der Ausstellung Im Licht der Nacht – Die Stadt schläft nie steht mithin das nächtliche Treiben in der Stadt. Gemeinsam mit den teilnehmenden Künstler*innen blicken wir in die von der Nacht geformten urbanen Räume, in denen humanistische Leitbilder porös werden, die Nähe des Menschen zum Kreatürlichen, Künstlichen, zum Hybriden und Zwielichtigen zutage tritt. Soziale, moralische oder ästhetische Unterschiede, die das Tageslicht klar herausstellt, verlieren im Schutz des nächtlichen Halbdunkels ihre deutlichen Konturen. Die Stadt bei Nacht vermittelt sich als Raum der Verwandlung und der Ausschweifung, als idealer Nährboden für die Entfaltung alternativer Lebensentwürfe und für ein Denken gegen den Strom politischer oder gesellschaftlicher Normen und Regeln.

Der Fokus der Ausstellung liegt auf der sozialen Dimension der Nacht, die sich auch in einer prekären Atmosphäre und ambivalenten Stimmung hinter der künstlichen nächtlichen Welt manifestiert. In einer Zeit, die zunehmend als politisch instabil erlebt wird und in der auch die technologischen Transformationen oder der Verlust ganzer Ökosysteme als Bedrohung erfahren werden, wird die Nacht auch zu einem realen oder imaginären Zufluchtsort, an dem sich die existentiellen Verunsicherungen zumindest zeitweilig verdrängen lassen.

Auch der zentralen Rolle, die dem künstlichen Licht für die Entfaltung einer nächtlichen Gegenwelt zukommt, widmet sich die Ausstellung anhand historischer und aktueller Beispiele. Transparentbilder aus dem 19. Jahrhundert belegen die Faszination breiter Massen an der Wirkung des künstlichen Lichts und treten in Wechselwirkung mit den künstlerischen Arbeiten der Gegenwart.

Kategorien:
Kunst | Zeitgenössische Kunst |  Ausstellungen im Bundesland Nordrhein-Westfalen | Ort:  Düsseldorf |
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