LIVING KHAMSA. Die Hand zum Glück

Laufzeit: 22. September 2004 bis 30. Januar 2005

Die Khamsa, die Hand als Glücks- und Schutzamulett – sie ist vom 22.9.2004 bis 30.1.2005 erstmals Thema einer umfassenden Museumsausstellung in Deutschland. Das jahrhundertealte und bis heute populäre Amulett ist ein bedeutendes Schmuck- und Zierstück vor allem in der Volkskunst Nordafrikas und des östlichen Mittelmeerraumes. Gut 300 Objekte vermitteln einen faszinierenden Eindruck vom großartigen Formen- und Materialreichtum in der Gestaltung der Khamsa. Die kreationsreichen Beispiele der Präsentation stammen großenteils aus der herausragenden privaten Gross Family Collection, Tel Aviv. Bedeutende Leihgaben aus dem Eretz Israel Museum in Tel Aviv und der Sammlung Paul Dahan, Brüssel, bereichern das Spektrum um wichtige Stücke. Historische Fotografien von Menschen aus der orientalischen Welt, geschmückt mit der Khamsa, runden die Schau ab.

Die Khamsa (arabisch: fünf) entstand als sog. Hand der Fatima in der moslemischen Kultur und bezieht sich auf die Anzahl der Finger an einer Hand. Einer Legende nach ist die Hand der Fatima ein "Bote des Glücks". Jüdische Bewohner, Silberschmiede und Einwanderer in den islamischen Ländern, übernahmen die Gestalt der offenen Hand. Heute ist die alte Tradition der Khamsa elementarer Bestandteil im Alltag und Lebensumfeld von Moslems und Juden gleichermaßen. Damit geht von der Khamsa eine durchweg positive – weil Menschen verbindende – Botschaft aus: Sie bringt Schutz und Glück im Alltag, und sie verbindet zwei große Religionen, die einander näher stehen, als es den Menschen aus Islam und Judentum wohl wirklich bewusst ist. Das Besondere und Einzigartige dieser bis heute lebendigen Tradition dokumentiert die Ausstellung "Living Khamsa".

In ihrem Gebrauch entwickelte sich die Khamsa vom schützenden Amulett, das die Gefahr einer spezifischen Bedrohung, den sog. bösen Blick, abwenden sollte, zu einem beliebten Glücksbringer im weitesten Sinne. Seit rund zwei Jahrhunderten ist die Khamsa in der halben Welt zuhause, insbesondere in Ägypten, Syrien, Iran, Irak, Türkei, Israel, Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen, Pakistan, sowie in Indien, Tibet, Nepal, Bangladesh und Indonesien, wo sich das Motiv der moslemisch-jüdischen Khamsa mit den traditionellen hinduistischen und buddhistischen Formen vermischt. Aber nirgendwo ist die Khamsa heute so präsent wie in Israel. Menschen jeden Alters, beiderlei Geschlechts und ungeachtet ihrer Religionszugehörigkeit nutzen die Khamsa auf eine vielfältige Weise; das Spektrum reicht vom Schlüsselanhänger bis zum repräsentativen, teuren Schmuckstück.

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