Städtische Galerie
74321 Bietigheim-Bissingen
Hauptstraße 62 - 64

Menschen des 20. und 21. Jahrhunderts - August Sander und seine Nachfolge

Laufzeit: 20. Oktober 2012 bis 06. Januar 2013

August Sander (1876-1964) ist einer der bedeutendsten Wegbereiter der modernen Fotografie und Vertreter der dokumentarischen, sachlich-konzeptuellen Richtung. Berühmt wurde er durch das in der Fotografiegeschichte einzigartige Projekt und monumentale Werk Menschen des 20. Jahrhunderts. Darin vereinigte er mehr als 600 Porträts, die er unter beruflichen, sozialen und familiären Gesichtspunkten ordnete. Ihre Gesamtheit sollte die Gesellschaft repräsentativ abbilden und damit ein "physiognomisches Zeitbild" schaffen. Auch wenn sein enzyklopädischer Anspruch vermessen erscheint, hat August Sander mit seinem faszinierenden Bildkonvolut und seiner an wissenschaftliche Methoden sich anlehnende Strukturierung bis heute gültige ästhetische und konzeptionelle Maßstäbe gesetzt.

n der Ausstellung wird eine repräsentative (auch die Struktur seines Werkes widerspiegelnde) Auswahl von rund 70 Fotografien aus August Sanders Gesamtkonvolut von mehr als 600 Aufnahmen (1892-1954) gezeigt, mit dem Schwerpunkt auf den 1920er bis 30er Jahren.
Zahlreiche nachfolgende Fotografen und Künstler orientierten sich an August Sanders Porträts: an seiner Inszenierung des Individuums in Bezug zum Gesellschaftlich-Typischen, an der formalen Strenge seiner oft frontal ausgerichteten Personen und deren Verhältnis zum Umraum. In diesem Sinne wäre eine große Anzahl von Künstlern in der Nachfolge von August Sander zu sehen. Für die Ausstellung wurde der Fokus auf wenige künstlerische Positionen gerichtet, die in direkter Bezugnahme zu August Sander stehen und insbesondere auch den konzeptionellen Aspekt seines Werkes Menschen des 20. Jahrhunderts aufgreifen und reflektieren: Stefan Moses, Fiona Tan, Frank Höhle, Thomas Bachler & Karen Weinert. Die Ausstellung Menschen des 20. und 21. Jahrhunderts. August Sander und seine Nachfolge möchte mit ihrer Auswahl an Künstlern und Werken sowohl Fragen aufwerfen, die das Genre des fotografischen Porträts - der Dokumentation, Inszenierung, Selbstdarstellung, der Attribute und des Umraums - betreffen als auch die Möglichkeit oder Unmöglichkeit des künstlerischen Entwurfs eines (sich wandelnden) Gesellschafts- und Zeitbildes.

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Kategorien:
Fotografie | 20. Jahrhundert |  Ausstellungen im Bundesland Baden-Württemberg | Ort:  Bietigheim-Bissingen |
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