Feminal - Die Frau in zeitgenössischen Grafiken

Laufzeit: 27. April 2015 bis 26. Juli 2015

Frauen sind in der bildenden Kunst sowohl Motive als auch Schöpferinnen. Die Reize des Weiblichen faszinieren seit Urzeiten. In dieser Ausstellung sollen sechsunddreißig Künstler und Künstlerinnen von Altenbourg bis Wunderlich aus Deutschland, aber auch aus den USA sowie aus Bulgarien, Frankreich, Italien, Japan, Rumänien und Weißrussland nach ihren Intentionen zum femininen Geschlecht befragt werden: Wie sehen Männer und Frauen das Weibliche? Die Beiträge vertreten Stilrichtungen vom Realismus, fantastischen Realismus und Expressionismus bis zur Pop-Art und zu freien Abstraktionen. Das führt zu einem vielstimmigen, faszinierenden und auch kontroversen Form- und Meinungsdialog.

Andy Warhols Marilyn-Monroe-Siebdrucke werden ab Sonntag im Grafikmuseum Stiftung Schreiner in der Ausstellung „Feminal. Die Frau in zeitgenössischen Grafiken“ zu sehen sein. Dem Museum gelang es, Werke internationaler Künstlergrößen nach Bad Steben zu holen. So werden neben Warhol u. a. auch Grafiken von Elvira Bach, A. R. Penck, George Segal, Stefan Szczesny und Paul Wunderlich zu sehen sein.

In der Bad Stebener Ausstellung werden sechsunddreißig Künstler und Künstlerinnen von Altenbourg bis Wunderlich aus Deutschland, aber auch aus den USA sowie aus Bulgarien, Frankreich, Italien Japan, Rumänien und Weißrussland nach ihren Intentionen zum femininen Geschlecht befragt: Wie sehen Männer und Frauen das Weibliche? Die Beiträge vertreten Stilrichtungen vom Realismus, fantastischen Realismus und Expressionismus bis zur Pop-Art und zu freien Abstraktionen. Das führt zu einem vielstimmigen, faszinierenden und auch kontroversen Form- und Meinungsdialog, der sowohl Besinnliches als auch Verstörendes, Faszinierendes und Irritierendes, Direktes und Verstecktes sowie Erotisches und Aggressives oder Anmut und Fleischeslust nachempfinden lässt.

Die Reize des Weiblichen faszinieren seit Urzeiten. Weibliche Akte gehören zu den ältesten Menschdarstellungen. Man denke nur an die prähistorischen Skulpturen, an die klassische Antike sowie an Gemälde von Botticelli, Cranach, Tizian, Rubens, Mondrian, Schiele oder Picasso. Der weibliche Akt war über Jahrhunderte hinweg das Natürlichste der Welt. Tabus und Klischees verdrängten ihn aber wegen seiner zumeist erotischen Dimension auch immer wieder. Das Auf und Ab von Verhüllungsvorschriften beherrschte oft die Szenen. Die Rollenbilder des Weiblichen changieren daher zwischen der Darstellung des Göttlichen, Mütterlichen, Jungfräulichen, der Geliebten, Emanzipierten und dem Weib, dem Vamp, der Hure.

Die künstlerische Darstellung der Frau war nicht länger eine nahezu ausschließlich männliche Domäne. Frauen avancierten nun selbst in großer Zahl zu Künstlerinnen und wurden damit zu Schöpferinnen ihrer selbst.

Katalog: Zur Ausstellung ist ein 80-seitiger Katalog erschienen.

Kategorien:
Kunst |  Ausstellungen im Bundesland Bayern | Ort:  Bad Steben |
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