Gemäldegalerie Dachau
85221 Dachau
Konrad-Adenauer-Str. 3

"Akt und Roß genügten mir..." Der Maler Max Feldbauer 1869-1948

Laufzeit: 16. Oktober 2015 bis 28. Februar 2016

Max Feldbauer, geboren am 14. Februar 1869 in Neumarkt i. d. Opf., zog 1885 nach dem Tod des Vaters mit seiner Mutter nach München. Hier studierte er Malerei, zunächst bei Simon Hollósy und ab 1890 an der Kunstakademie. Für die Zeitschrift ›Jugend‹ begann er 1896 mit großem Erfolg Karikaturen zu zeichnen. In seinen Gemälden wandte er sich mit Vorliebe der menschlichen Figur und Pferdedarstellungen zu, wobei ihm die Farbe wichtiger war als die Form. Über seine Arbeit schrieb er: »1904 begann ich eigentlich erst zu malen. Ich finde den Ausdruck ›Impressionismus‹ im Grunde nicht richtig, besser ›Improvisationismus‹. Ich stellte mich hin und fing an und hörte auf. Fertig. Sogenannte Phantasie liebe ich nicht, darum hielt ich mich der Komposition fern: ein Kopf, eine Figur, ein Akt, ein Roß genügten mir vollständig.«

Max Feldbauer war eine auffällige Erscheinung. »Bayrisch sieht er aus; er kommt auf der Straße steil wie ein Turm daher. Er ist bayrisch grob, sehr grob und deshalb nicht wenig gefürchtet« (Adolf Schinnerer, 1929). Max Feldbauer wurde in München schnell bekannt und von den zeitgenössischen Kunstkritikern begeistert gefeiert: „Er, der an Zartheit, an Grazie der Farbe kaum seinesgleichen hat, wählt unter der Möglichkeit der Form sicher immer die derbere – in der Sorge, die Sache könnte sonst zu süß werden.“ (Fritz von Ostini, 1910)
In Dachau ließ er 1911 ein herrschaftliches Wohnhaus errichten. 1916 wurde er nach Dresden berufen, wo er bis 1933 blieb. Danach zog es ihn nach München zurück. 1948 starb er in Straubing.

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