Gemäldegalerie Dachau
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Önningeby Eine Künstlerkolonie auf den finnischen Ålandinseln

Laufzeit: 03. November 2017 bis 11. März 2018

Begründet wurde die Künstlerkolonie Önningeby im ausgehenden 19. Jahrhundert. Der erste, der sich hier niederließ, war der finnische Landschaftsmaler Victor Westerholm (4.1.1860 – 19.11.1919). Er hatte an der Kunstakademie Düsseldorf bei Eugen Dücker studiert und anschließend Jules-Joseph Lefebvre an der Académie Julian in Paris besucht. 1880 kam er zum ersten Mal auf die Åland-Inseln. 1884 kaufte er dort ein kleines Haus, das malerisch am Lemström Kanal lag, der 1882 eröffnet worden war. Im Frühjahr 1886, er weilte noch in Düsseldorf, lud er Künstlerfreunde zu sich in sein neues Heim »Tomtebo« am Lemströmkanal auf Åland ein. In einem Brief schrieb er an den Frederik Ahlstedt (1839-1901) und dessen Frau Nina Ahlstedt (1853-1907), dass Önningeby der beste Platz auf der ganzen Welt zum Malen sei.

Er bat ihn, gleichgesinnte Künstlerkollegen mit hierher zu bringen. Die finnischen Künstler Alexander Federley (1864-1932), Hanna Rönnberg (1860-1946), Elin Danielson Gambogi (1861-1919) sowie der schwedische Maler Johan Axel Gustaf Acke (1859-1924) folgten dieser Einladung. Sie mieteten sich in den umliegenden Gehöften ein.Dies war der Beginn der Künstlerkolonie Önningeby.
Viele der in Önningeby tätigen Künstler waren Frauen. Hanna Rönnberg besuchte die Künstlerkolonie von ihrer Entstehung an bis nach dem Zweiten Weltkrieg. Zu den ersten Besucherinnen gehörte auch Elin Danielson Gambogi und Ada Thilén, die den schwedischen Maler Axel Anderson (Acke) mitbrachten, der eine wichtige Rolle in Önningeby spielen sollte. 1888 kam die schwedische Malerin Anna Wengberg (1865-1936) ebenfalls nach Önningeby. Sie hatte wie Westerholm in Düsseldorf studiert. Die Künstler kamen von nun an regelmäßig über die Sommermonate hierher zurück. Die Zeit der Künstlerkolonie Önningeby ging mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 zu Ende.

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