Abbildung: Kirchweih in Sanktanna/Sântana (Banat, Rumänien), 2013 © Donauschwäbisches Zentralmuseum

Deutsche in Rumänien
Eine Minderheit – viele Geschichten

Laufzeit: 20. Februar 2018 bis 27. Mai 2018  

Der deutsche Barockdichter Martin Opitz wunderte sich, als er fern der Heimat auf eine gut organsierte deutschsprachige Gemeinschaft traf: die Siebenbürger Sachsen. Wer sich heute auf eine Reise durch Rumänien begibt, wird überrascht sein. Hier leben Siebenbürger Sachsen, Banater und Sathmarer Schwaben, Landler, Zipser, Buchenland-, Bergland- und Dobrudschadeutsche. Ihre Vorfahren kamen zu unterschiedlichen Zeiten aus verschiedenen Gebieten in das heutige Rumänien.

Die große Abwanderung nach 1989 bedrohte zunächst die Existenz der verbliebenen deutschen Gemeinschaften. Vielerorts konnten sie aber im Rückgriff auf ihre traditionsreiche Selbstorganisation neue Strukturen aufbauen und ihre Sprache und Kultur pflegen. Die Ausstellung in deutscher und rumänischer Sprache gibt erstmals einen umfassenden Überblick über die Deutschen in Rumänien im Zeitraum von über 850 Jahren, und sie zeichnet ihren Weg als Mittler zwischen Deutschland und Rumänien bis in die Gegenwart nach.

Ein Teil dieser rumänisch-deutschen Geschichte spiegelt sich in der Sammlung des DZM wieder. Mitgenommenes und Zurückgelassenes, als Erinnerung Aufbewahrtes und zum Abschied Geschenktes kam teils über verschlungene und abenteuerliche Wege ins Museum. Eine Auswahl dieser Objekte zeigen wir in der Ausstellung.

Kategorien:
Geschichte | Kulturgeschichte | Europa |  Ausstellungen im Bundesland Baden-Württemberg | Ort:  Ulm |
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