Nach Rubens – Druckgrafik aus drei Jahrhunderten

Laufzeit: 10. März 2019 bis 26. Mai 2019

Das umfangreiche malerische Werk des flämischen „Malerfürsten“ Peter Paul Rubens (1577 – 1640) entfaltete seine Wertschätzung und seinen vorbildlichen Einfluss nicht zuletzt durch das Medium der Druckgrafik. Sie war es, die seine genialen Bilderfindungen in aller Welt bekannt machte und seinen Ruhm als Künstler etablierte. Denn die nach seinen Bildern gestochenen Blätter waren – im Gegensatz zu den Gemälden – für jedermann zugänglich und erschwinglich. Sie dienten vielen Künstlern des 17. und 18. Jahrhunderts als Vorlage und waren zugleich von Anbeginn an begehrte Sammelobjekte.

In der Zeit des 16. bis 19. Jahrhunderts – vor Entwicklung der Fotografie und des Offsetdrucks – war die Graphik das einzige Bildmedium, durch das sich Erfindungen großer Künstler überhaupt europaweit verbreiten konnten.

Im Unterschied zu Künstlern wie Lucas van Leyden oder Rembrandt van Rijn erstellte bzw. radierte Rubens die Druckplatten jedoch nicht selbst. Als Leiter der größten Malerwerkstatt seiner Zeit war er es vielmehr gewohnt, den Herstellungsprozess arbeitsteilig zu organisieren. Üblicherweise fertigte der beste Künstler seiner Werkstatt zunächst eine Reproduktionszeichnung nach einem Gemälde, die dann – nach der Korrektur durch den Meister – als Vorlage für den Kupferstecher diente.

Die nach Rubens’ Bildern gestochenen Blätter waren im Gegensatz zu seinen Gemälden für jedermann zugänglich und erschwinglich. Sie dienten vielen Künstlern des 17. und 18. Jahrhunderts als Vorlage und waren zugleich von Beginn an begehrte Sammelobjekte. Schon seine Zeitgenossen waren von seinem neuen, höchst lebendigen Darstellungsstil fasziniert, der auch komplexe Themen in großen Kompositionen mit vielen Figuren souverän bewältigte. Im 19. Jahrhundert wurde Rubens schließlich zum Leitbild und zur Kultfigur des belgischen Nationalstaates.

Kategorien:
Kunst | 17. Jahrhundert |  Ausstellungen im Bundesland Nordrhein-Westfalen | Ort:  Bergisch Gladbach |
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