Rembrandt über die Grenzen
Rembrandt und die englischen Malerradierer des 19. Jahrhunderts

Laufzeit: 13. März 2005 bis 03. Juli 2005

Rembrandt war ein Malergenie, aberauch der größte Meister der Grafik seiner Zeit. Durch die Jahrhunderte inspirierte er zahlreiche Künstler in ganz Europa.
Die Ausstellung im Museum Schloss Moyland zeigt erstmalig die Bedeutung der Rembrandt-Rezeption bei den englischen Malerradierern. Grundlage ist die reiche Sammlung des Hauses an englischer Druckgrafik. Rund 100 Radierungen von 34 Künstlern werden den Werken des großen Vorbildes Rembrandt van Rijn gegenübergestellt. Dank einer Kooperation mit dem Museum Het Rembrandthuis in Amsterdam können dazu 60 herausragende Radierungen Rembrandts exklusiv im Museum Schloss Moyland gezeigt werden.

mehr Informationen gibt es unter www.rembrandt-ueber-die-grenzen.de

Rembrandt ist nicht nur ein Malergenie der Kunstgeschichte, er gilt ebenso unbestritten als der größte Meister der Grafik seiner Zeit. Durch ihn erlebte die Technik der Radierung eine fulminante Entwicklung und Blüte. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts versuchten Künstler in ganz Europa ihm nachzueifern. Die Ausstellung „Rembrandt über die Grenzen“ zeigt nun den Einfluss des Künstlers auf die Druckgrafik in England, den Niederlanden, Deutschland und Österreich vom 18. bis 20. Jahrhundert. Rund 60 hervorragende Radierungen Rembrandts bilden dabei den Ausgangspunkt einer Reise in die Rezeptionsgeschichte, die zum erstenmal grenzüberschreitend in vier verschiedenen Museen dargestellt wird.

Das Museum Schloss Moyland (Bedburg-Hau/ Kreis Kleve), das Kunstenaarscentrum Artifex (Cuijk), das Museum Het Petershuis (Gennep) und die Weijerkapel (Boxmeer) haben sich in einer außerordentlichen Kooperation zusammengeschlossen und präsentieren zeitgleich
270 wichtige druckgrafische Werke. Zu sehen sind unter vielen anderen Blätter der englischen Malerradierer James A. McNeill Whistler (1834-1903) und Francis Seymour Haden (1818-1910), Arbeiten der Niederländer Jozef Israëls (1824-1911) und Willem den Ouden (*1928) sowie deutsche und österreichische Rembrandt-Nachfolger des 18. Jahrhunderts wie Christian Wilhelm Dietrich (1712-1774) und Georg Friedrich Schmidt (1712-1775). Die original Rembrandt-Radierungen konnten Dank des Museums Het Rembrandthuis in Amsterdam in die Ausstellung integriert werden.

Jeder Standort widmet sich einem speziellen Aspekt der Rembrandt-Rezeption.

Museum Schloss Moyland:
Die Bedeutung Rembrandts für die in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts entstandene Bewegung der englischen Malerradierer, das Etching Revival, ist in der Wissenschaft zwar bekannt, wird nun aber erstmalig in einer Ausstellung einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

Grundlage für die Ausstellung im Museum Schloss Moyland ist der eigene, reiche Bestand an englischer Druckgrafik. Eine Auswahl daraus von rund 100 hochkarätigen Blättern des 19. und frühen 20. Jahrhunderts wird nun 60 herausragenden Radierungen Rembrandts aus dem Museum Het Rembrandthuis, Amsterda, gegenübergestellt.

Im Zentrum des Etching Revivals stand die 1880 gegründete Society of Painter-Etchers. Ihre Mitglieder waren bestrebt, die alte, aber weitgehend zu einer Reproduktionstechnik "heruntergekommene" Radierkunst wieder zu einer autonomen künstlerischen Gattung aufsteigen zu lassen.

Boxmeer:
Mit Künstlern wie Georg Friedrich Schmidt (1712-75) und Christian Wilhelm Dietrich (1712-74) zeigt de Weijerkapel in Boxmeer deutsche und österreichische Radierungen des 18. Jahrhunderts, die in der unmittelbaren Rembrandtnachfolge stehen.

Cuijk:
Anhand hervorragender Blätter aus der Sammlung van der Grinten zeigt das Kunstenaarscentrum Artifex in Cuijk, mit welcher Intensität die englischen Künstler bemüht waren, aus Radierungen Rembrandts Inspiration für eine zeitgemäße Kunst zu schöpfen.

Gennep:
Das Museum Het Petershuis in Gennep konzentriert sich auf das Nachleben der Rembrandtschen Radierkunst in den Niederlanden.


Das Projekt "Rembrandt über die Grenzen" wird kofinanziert durch das EU-Programm INTERREG III A der Euregio Rhein-Waal; das Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes NRW, der Kunststiftung NRW und Der Provinz Limburg.

Katalog: Katalog 424 Seiten, in deutscher und englischer Sprache, 39 Euro

Kategorien:
Kunst |  Ausstellungen im Bundesland Nordrhein-Westfalen | Ort:  Bedburg-Hau |
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