Kunstforum Ostdeutsche Galerie
93049 Regensburg
Dr.-Johann-Maier-Straße 5

Permanent Trouble. Kunst aus der Sammlung Kopp München

Laufzeit: 21. März 2010 bis 13. Juni 2010

Im Frühjahr 2010 präsentiert Dr. Andrea Madesta gemeinsam mit Herbert Kopp seine bislang noch nie gezeigte Münchner Privatsammlung von außerordentlichem Rang. Gezeigt werden über 150 Werke von etwa 40 KünstlerInnen, darunter so berühmte Namen wie Günther Förg, Philip Guston, Mike Kelley, Paul McCarthy, Jonathan Meese, Albert Oehlen oder Tal R. „Neben den internationalen Stars finden sich hier auch interessante und aufregende Arbeiten von KünstlerInnen, die bislang nur Insiderkreisen bekannt sind wie Aaron Curry, Don Doe, Tim Rollins & K.O.S. und Steven Shearer“, erläutert Madesta. „Diese fulminante Mischung von ‚High and Low’ macht die Sammlung Kopp so einzigartig.“
Herbert Kopp, der in den 1970er Jahren an der Kunstakademie in Düsseldorf studierte, hat sich auf die Kunst des Sammelns konzentriert. Seit vielen Jahren kauft er vornehmlich junge, aktuelle Kunst internationalen Zuschnitts.

Der Titel "Permanent Trouble" steht als Synonym für permanente Außenseiter und thematisiert die verbreitete Vorstellung, dass Kunst als das Resultat elementarer Außenseitererfahrung verstanden wird. Die Sammlung Kopp versammelt zahlreiche prominente Außenseiterpositionen. Arbeiten von Philip Guston, Andreas Hofer, Paul McCarthy, Mike Kelley, Jonathan Meese und vielen anderen hat der Sammler erworben, lange bevor diese als Grenzgänger im Kunstsystem prominent wurden. Diese Generation, mittlerweile mit Kultstatus versehen, bilden den Referenzrahmen für die Beiträge der zeitgenössischen Generation, die mit dem Phänomen der Massenkultur ebenso kokettieren wie mit der hybriden Verbindung aus Trash und High Quality.
In den Schauräumen der Ausstellung wird die Logik der Sammlung offenbar. In diesem Koordinatensystem werden die Grenzen innerhalb eines populären High und Low sowohl inhaltlich als auch stilistisch sichtbar. Eine Verehrung und Verklärung des Alltäglichen, des Populären und mithin auch des Vulgären, prägt das Erscheinungsbild vieler Werke. Formal kreisen fast alle Arbeiten um diese Grenzen, sowohl die figürlich-expressiven als auch die abstrakten.
Der Höhepunkt der Inszenierung liegt in der eigens für diese Ausstellung konzipierten monumentalen Wandarbeit im großen Ausstellungsraum von Günther Förg, die der Kunst der "Anderen" besonderen Wert und Raum verleiht.
Die Künstler operieren mit Denk- und Darstellungsfiguren in komplexen Bildformen, in denen die Frage der kulturellen Differenz als produktive Desorientierung verhandelt wird.
"Die Kooperation des Museums und der Privatsammlung eröffnet die Perspektive, die Vergangenheit und vor allem auch die Zukunft von Kunstprojekten zu hinterfragen", erklärt Dr. Andrea Madesta, Direktorin des Kunstforums. "Mit der Präsentation der Sammlung Kopp ist nicht nur einer Privatsammlung die Chance gegeben, öffentlich aufzutreten, sondern auch dem Museum, das eigene Selbstverständnis auf die Zukunft auszurichten."

Kategorien:
Kunst |  Ausstellungen im Bundesland Bayern | Ort:  Regensburg |
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