Gold und schwarze Tusche. Gegensätze in der japanischen Malerei

Laufzeit: 18. Juni 2010 bis 29. August 2010

Seit dem 14. Jahrhundert wurde die japanische Malerei von zwei Stilformen bestimmt: Einem von China beeinflussten, überwiegend monochromen Malstil und einem in Japan selbst entwickelten Stil mit starken Farben und einer Vorliebe für Gold. Diese Gegensätze blieben bis in das 19. Jahrhundert bestehen, auch wenn die japanischen Maler im 18. Jahrhundert nochmals neue Impulse aus China erfuhren. Die Ausstellung zeigt Albumblätter bekannter chinesisch beeinflusster Literatenmaler des 18. und 19. Jahrhunderts.

Sie stellen ein privates und intimes Bildformat dar und haben die Landschaft und den Einklang des Menschen mit der Natur zum Thema. Im Gegensatz dazu stehen die aus der Hand städtischer Maler in Kyôto stammenden Stellschirme aus dem 17. Jahrhundert in opaken Farben und reichlich Gold. Sie haben das Leben der Bürger zum Inhalt und zeigen beispielhaft die dekorativen wie erzählerisch ausmalenden Merkmale dieser Auftragskunst. Auch die Künstler der bekannten Tosa-Schule folgten den Wünschen ihrer Klientel, den Mitgliedern des Kaiserhofs und des Militäradels. Illustrationen zu dem berühmten höfischen Roman über die Liebesabenteuer des Prinzen Genji waren dabei ein besonders beliebtes Motiv.

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