Die Kraft der Linie. Abstraktion und Bildlichkeit in Japan und dem Westen

Laufzeit: 27. Mai 2011 bis 08. Januar 2012

Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der freundschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Japan zeigt die Ausstellung japanische Schriftkunst aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts unter anderem von Morita Shiryû neben Grafiken und Plakaten westlicher Künstler wie Max Ernst, A.R. Penck oder André Masson. Zu sehen sind auch Keramiken von Hamada Shôji oder Pablo Picasso. Die japanischen Künstler übernahmen die in der traditionellen chinesischen Kunsttheorie verankerte Auffassung von der Kalligraphie als einen Ausdruck der Persönlichkeit. In dem Wunsch nach Erneuerung der traditionellen Kalligraphie gründete der Kalligraph Morita Shiryû 1952 zusammen mit anderen Schriftkünstlern die avantgardistische Vereinigung "Bokujin (Tuschemenschen)".

Unter dem Einfluss der westlichen abstrakten Malerei der Nachkriegszeit entwickelten sie einen freieren und regellosen Umgang mit der Schrift. Andere künstlerische Experimente heben den piktographischen Ursprung der Zeichen hervor oder versuchen sich in einer abstrakt-bildlichen Wiedergabe des Zeichensinns. Die ostasiatische Kalligraphie mit der Linie als Träger einer essentiellen Bewegung und als Verkörperung elementarer Kräfte hat umgekehrt westliche Künstler entscheidend beeinflusst und inspiriert, vor allem innerhalb der informellen Malerei und des abstrakten Expressionismus. Parallel ist vom 25. Mai bis 29. Juli 2011 in der Handelskammer Hamburg eine Ausstellung über die Teezeremonie mit den Titel "Tee und Zen sind Eins" zu sehen.

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