Auf Herz und Nieren. Geschichte des Frankfurter Gesundheitswesens

Laufzeit: 05. September 2017 bis 19. Mai 2018

Das Frankfurter Gesundheitsamt feiert 2017 mit einem vielfältigen Jubiläumsprogramm sein hundertjähriges Bestehen. Ein Höhepunkt ist die bis 19. Mai 2018 im Institut für Stadtgeschichte Frankfurt zu sehende Ausstellung „Auf Herz und Nieren. Geschichte des Frankfurter Gesundheitswesens.“ Die von Sabine Börchers kuratierte Ausstellung schlägt in sechs Abschnitten den Bogen vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Dabei reichen die Anfänge der öffentlichen Gesundheitsvorsorge der Mainmetropole bis ins Mittelalter zurück.

Schon früh erkannten die Frankfurter Ratsherren die Notwendigkeit einer aktiven Gesundheitsvorsorge in einer reichen Stadt, die zahlreiche Messegäste und Handelsreisende anzog. Die auf Hippokrates zurückgehende Vorstellung, giftige Ausdünstungen des Bodens trügen zur Verbreitung von Krankheiten bei, ließ bei Ärzten und Ratsherren das Verständnis für die Bedeutung der allgemeinen Hygiene reifen. Mit dem Dienstbrief des Wundarztes Johann Wolff von Luzern aus dem Jahr 1381 beginnt im Institut für Stadtgeschichte die urkundliche Überlieferung zum öffentlichen Gesundheitswesen. Für ein Jahresgehalt von 20 Gulden und sechs Ellen Tuch verpflichtete sich der erste urkundlich erwähnte Arzt in städtischen Diensten Verwundeten und Kranken im Spital zu helfen. Auch die seit der Mitte des 14. Jahrhunderts überlieferten Frankfurter Gesetze beinhalten Gesundheitsverordnungen und seit 1548 verfügte die Reichsstadt über eine Medizinalordnung, die Regeln für Ärzte, Wundärzte, Apotheker und Hebammen vorschrieb.

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