Museum August Macke Haus
53119 Bonn
Bornheimer Straße 96
Abbildung: Ausstellungsplakat © Museum August Macke Haus

GRATWANDERUNG - Expressionistische Holz- und Linolschnitte aus der Sammlung Museum
August Macke Haus im Dialog mit Benjamin Badock, Christiane Baumgartner, Gabriela Jolowicz, Tal R, Christoph Ruckhäberle, Gert & Uwe Tobias, Barthélémy Toguo, Georg Winter

Laufzeit: 12. April 2019 bis 15. September 2019  

Meisterwerke des expressionistischen Holz- und Linolschnitts aus der Sammlung Museum August Macke Haus treten in einen direkten und spannungsvollen Dialog mit Werken von acht international renommierten zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern. Das Museum August Macke Haus verfügt, nicht zuletzt dank der Dauerleihgabe der Sammlung von Scheven und der Kooperation mit dem Evarist Adam Weber Archiv, über einen hervorragenden Bestand an Holz- und Linolschnitten expressionistischer Künstlerinnen und Künstler, der erstmals umfänglich gezeigt wird.

Der Brückenschlag vom Expressionismus in die Gegenwartskunst vermittelt dabei aufschlussreiche Einblicke in den Wandel der Kunst und ihrer Auffassung, wie er sich seit Beginn des 20. Jahrhunderts vor dem Hintergrund tiefgreifender gesellschaftlicher und politischer Veränderungen vollzogen hat. Ausgangspunkt der Schau ist das druckgrafische Werk von August Macke, das erstmals vollständig, mit vielen noch nie ausgestellten Arbeiten präsentiert und im begleitenden Katalog dokumentiert wird. Auslöser dafür ist die großzügige Schenkung seines Enkels Dr. Til Macke, der im Zuge der Vorbereitungen zu dieser Ausstellung dem Museum ein großes Konvolut von Linolschnitten des Künstlers schenkte. Ergänzt um wertvolle Leihgaben des Kunstmuseums Bonn, knüpft die Aufarbeitung unmittelbar an die Dauerausstellung im Künstlerhaus an, die Macke als einen experimentierfreudigen Künstler zeigt, der sich mit den unterschiedlichsten Techniken beschäftigte und seine gesamte Lebensumwelt gestaltete. Der Leipziger Künstler Christoph Ruckhäberle reagiert mit seiner ornamentalen, aus einzelnen Holzschnitten zusammengesetzten Tapete unmittelbar auf August Mackes Motivwelt und auf die expressionistischen Ideen des Gesamtkunstwerks. Indem seine Grafik zur räumlichen Installation und zum farbigen Hintergrund für die charaktervollen schwarz-weißen Porträts der Expressionisten etwa von Emil Nolde oder Georg Tappert wird, verschränkt sich der Dialog zu einem unmittelbaren Miteinander.

Zur Museumseite: Museum August Macke Haus

Kategorien:
Kunst | 20. Jahrhundert | 21. Jahrhundert |  Ausstellungen im Bundesland Nordrhein-Westfalen | Ort:  Bonn |
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