Kunst in der DDR
Eine Retrospektive der Nationalgalerie, Berlin, in Zusammenarbeit mit der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn

Laufzeit: 22. Oktober 2004 bis 13. Februar 2005

Dreizehn Jahre nach dem Ende des Staatskommunismus ostdeutscher Prägung blickt die Ausstellung zurück auf 40 Jahre Kunst in der DDR. Was sich dabei zeigt, ist eine essenzielle Kunst, die ihre Auseinandersetzung mit dem Gesellschaftsraum DDR und seinem Kunstprogramm – oft auch in ihrer Verweigerung – bezeugt. Durch die ausgestellte Vielfalt der künstlerischen Positionen hinterfragt die Präsentation gängiger Vorstellungen von „DDR-Kunst“: Sie bedient weder das Klischeebild vom „Sozialen Realismus“ noch polarisiert sie vereinfachend zwischen Staats- und Dissidentenkunst.

Die Ausstellungsstationen erkunden den Bewegungsspielraum von Kunst in der DDR. Chronologisch beginnt der Rundgang mit der „Stunde Null“ 1945 und der Nachkriegszeit, in welcher sich Dresdner Künstler wie Wilhelm Lachnit um die Fortsetzung von Traditionen bemühten, die im Dritten Reich verboten gewesen waren. Wiewohl die Aufarbeitung des Nationalsozialismus und des Krieges zum gewünschten Selbstverständnis der DDR gehörte, so kamen die modernen künstlerischen Ausdrucksmittel dennoch bald in Verruf. Doch ungeachtet der in den 50er Jahren von der SED-Führung als „formalistisch“ diffamierten Moderne und ihrem Gegenmodell, der wirklichkeitsgeschönten Darstellung des sozialistischen Alltags, gab es ihre Fortsetzung in einer abstrakten, informellen und konstruktiv konkreten Kunst. Figurativ bewegte sich ihre Rezeption zwischen Picasso und Léger.
Individuelle Wege, jenseits der „Zwangsjacke“ von Ideologie und Kunst, ging der Kreis um Strawalde (Jürgen Böttcher) mit seiner archaischen und zugleich poetischen Authentizität des Ausdrucks.
In der empfindsamen Beobachtung des Alltags fanden Künstler wie Albert Ebert ihre Nische.

Kategorien:
Kunst |  Ausstellungen im Bundesland Nordrhein-Westfalen | Ort:  Bonn |
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