YOKO ONO

Laufzeit: 05. August 2005 bis 23. Oktober 2005

Die längst zur Pop- und Kultfigur gewordene Künstlerin Yoko Ono gilt als eine der facettenreichsten Künstlerinnen der Gegenwart und kann auf eine langjährige, bis in die 50er Jahre zurückgreifende künstlerische Arbeit verweisen. Ihr Motto war zeitlebens die Integration von Kunst und Alltag; was sie als bildende Künstlerin, Experimentalfilmerin, Performerin, Fotografin, Dichterin und Musikerin beeindruckend unter Beweis stellte. Darüber hinaus betätigt sie sich als Menschenrechtlerin, Feministin und Aktivistin in Sachen Friedensbewegung.

In den 50er Jahren wurde Yoko Ono im Bereich der Perfomance-Art mit ihren wegweisenden Aktionen eine etablierte Größe und zählte neben George Maciunas, John Cage, u.a. zu den treibenden Kräften der internationalen Fluxusbewegung. Yoko Ono, die als „Hohepriesterin des Happenings“ bezeichnet wurde, machte ihr New Yorker Loft zum Schauplatz unzähliger kunsthistorischer Events und zum Umschlagplatz der Fluxusszene.

Bei Yoko Onos Londoner Ausstellung „Unfinished Paintings and Objects“ 1966, begegneten sich Yoko Ono und John Lennon zum ersten Mal. Aus dieser Begegnung entwickelte sich eine Lebens- und Kunstbeziehung, die hinsichtlich ihrer Medienaufmerksamkeit ihresgleichen suchte. 1969 heirateten Yoko Ono und John Lennon. Die Künstler nutzten das ständige Medienspektakel um sie herum kongenial zu politischen Zwecken: Ihre Flitterwochen verbrachten sie in Amsterdam in einer Hotel-Suite, ließen sich in weißen Schlafanzügen fotografieren, im Hintergrund hingen Plakate mit Friedensbotschaften. Diese Bed-Ins sollten ein Plädoyer für den Frieden („Make love, not war“) sein und das Ende des Vietnam-Krieges einleiten.

John Lennon wurde ein unauslöschlicher Teil von Yoko Onos Leben und somit ihrer Arbeit. Er taucht in den Filmbeiträgen und musikalischen Werken als Protagonist oder Co-Autor immer wieder auf. Die gemeinsam realisierten, schrillen wie bizarren Arbeiten provozierten und polarisierten die Kunst- und Musikkritik gleichermaßen.

Die in Passau gezeigte Ausstellung präsentiert mit rund 10 Video- und Filmarbeiten ihr kunsthistorisch wertvolles filmisches Werk. Darunter die formal radikalen Filme "Bottoms" (1966), "Rape" (1969) und "Fly" (1970), ebenso wie Dokumentationen ihrer legendären Performances („Cut Piece", u.a.). Darüber hinaus präsentiert die große Überblicksausstellung das fünfzig Jahre umfassende Schaffen von Zeichnungen, Grafiken, Bildern, Büchern, Objekten, Installationen sowie Audioarbeiten. Die Ausstellung ermöglicht die unglaubliche Vielfalt dieses in der breiten Öffentlichkeit noch so wenig bekannten Werkes als großartigen und spannungsvollen Gesamtentwurf zu entdecken und das Schaffen der Künstlerin in seiner ganzen Fülle kennen zu lernen.

Die Universalkünstlerin Yoko Ono wird im September persönlich nach Passau reisen und im Rahmen der Ausstellung eine Performance präsentieren.

Kategorien:
Zeitgenössische Kunst |  Ausstellungen im Bundesland Bayern | Ort:  Passau |
Vergangene Ausstellungen
2015 (1)
2012 (4)
2011 (11)
2010 (10)
2009 (8)
2008 (5)
2007 (10)
2006 (14)
2005 (17)
2004 (17)
2003 (20)
2002 (11)
2001 (5)
1999 (2)
Änderungen / Ausstellungen melden

Sie wollen Änderungen oder Ergänzungen zu Museum Moderner Kunst - Stiftung Wörlen mitteilen?

 Ausstellung melden  Ausstellungsbild senden  Museumsbild senden  Andere Änderungen  10 Highlights zeigen
Ausstellungsempfehlungen aus anderen Museen
Abbildung: Plakat zur Ausstellung © Römermuseum Güglingen
Göttliche Pflanzen: Antike Mythologie. Christentum. Islam.
Römermuseum
Güglingen
02.12.2018 bis 25.08.2019
Im Mittelpunkt der Sonderausstellung stehen jene Pflanzen, die bereits in der Antike vielfach mythologisch verknüpft waren. Mit unterschiedlichen Entstehungsmythen verwoben und unterschiedlichen Bede...
Abbildung:  © Berthold Socha
Fabrik. Denkmal. Forum.
LWL-Industriemuseum TextilWerk Bocholt - Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Bocholt
06.04.2019 bis 08.09.2019
1979 beschloss der Landschaftsverband Westfalen-Lippe die Gründung eines dezentralen Industriemuseums. Es sollte die „Kultur des Industriezeitalters“ beispielhaft darstellen, Denkmäler erschlie...