Museum Ludwig
50667 Köln
Heinrich-Böll-Platz

Ein Mahnmal für die Opfer des NSU in Köln
Präsentation des Mahnmal-Modells im Museum Ludwig

Laufzeit: 28. Juni 2019 bis 28. August 2019

Anlässlich des 15. Jahrestages des rassistischen Anschlages in der Keupstraße vom 9. Juni 2004 präsentiert der Künstler Ulf Aminde sein Mahnmal-Modell für die Opfer des NSU im Museumsfoyer des Museum Ludwig. Es wird am 27. Juni zusammen mit Vertreter*innen des Integrationsrates der Stadt Köln, der Initiative „Herkesin Meydani – Platz Für Alle“, der IG Keupstraße sowie weiteren Fürsprecher*innen des Mahnmals an der Keupstraße vorgestellt werden.

Gegenüber der Keupstraße in Köln-Mülheim, in Sichtweite des Friseursalons, wo vor 15 Jahren die Nagelbombe explodierte, soll auf Beschluss des Rates der Stadt Köln ein Mahnmal an die Opfer der rassistischen Bombenanschläge in Köln (Probsteigasse, 2001 und Keupstraße, 2004) erinnern. Der Entwurf des Berliner Künstlers Ulf Aminde wurde in enger Zusammenarbeit mit den Betroffenen entwickelt und überzeugte die Jury aus Bewohner*innen der Keupstraße, Kunstexpert*innen und Politiker*innen. So gewann der Künstler im November 2016 den ausgelobten Wettbewerb.

Die Planungen kommen jedoch nicht voran, weil auf dem dafür vorgesehenen Platz am Alten Güterbahnhof ein Gewerbequartier entstehen soll. Die Initiative „Herkesin Meydani – Platz Für Alle“ – eine übergeordnete Initiative der IG Keupstraße, „Keupstraße ist überall“, des Tribunal „NSU Komplex-auflösen“ sowie des Integrationsrates, – setzt sich gemeinsam mit den Betroffenen des Nagelbombenanschlags für die Realisierung des Mahnmals am geplanten Platz ein und wendet sich gegen die erneute Verdrängung der Opfer.

Ein erster Entwurf des Modells im Maßstab 1:10 wurde nun zum 15. Jahrestag des Gedenkens am 9. Juni 2019 in der Keupstraße vorgestellt. Er wird zudem ab dem 28. Juni für den Zeitraum eines Monats im Foyer des Museum Ludwig öffentlich präsentiert werden. Der wegweisende Entwurf von Ulf Aminde sieht eine Kombination aus einem physischen Mahnmal vor, das mit Augmented Reality ergänzt wird. Dadurch entsteht ein weltweit einzigartiges lebendiges Mahnmal, das durch Videos, Fotos und Texte stetig wachsen und sich aktualisieren kann. Es orientiert sich an den von Rassismus Betroffenen, stärkt ihre Perspektiven und verweist durch diesen partizipativen und integrativen Ansatz auf die Zukunft.

Zur Museumseite: Museum Ludwig

Kategorien:
Architektur | Kunst | Zeitgenössische Kunst | 21. Jahrhundert | Europa |  Ausstellungen im Bundesland Nordrhein-Westfalen | Ort:  Köln |
Vergangene Ausstellungen
2021 (1)
2020 (11)
2019 (14)
2018 (10)
2017 (10)
2016 (7)
2015 (8)
2014 (10)
2013 (13)
2012 (14)
2011 (19)
2010 (23)
2009 (22)
2008 (20)
2007 (13)
2006 (2)
2005 (4)
2004 (6)
2003 (13)
2002 (13)
2001 (8)
2000 (14)
1999 (12)
1998 (7)
1997 (4)
1996 (1)
Änderungen / Ausstellungen melden

Sie wollen Änderungen oder Ergänzungen zu Museum Ludwig mitteilen?

 Ausstellung melden  Ausstellungsbild senden  Museumsbild senden  Andere Änderungen  10 Highlights zeigen
Ausstellungsempfehlungen aus anderen Museen
Abbildung: Jakob Ganslmeier: Aus der Serie „Haut, Stein“, 2019, C-Print © Jakob Ganslmeier
Haut, Stein
Zitadelle und Stadtgeschichtliches Museum Spandau
Berlin
14.08.2020 bis 14.02.2021
In seinem fotografischen Projekt „Haut, Stein“ thematisiert Jakob Ganslmeier den Ausstieg ehemaliger Neonazis sowie den Umgang mit historischen NS-Symbolen in der Architektur des öffentlichen Rau...
Abbildung: Dallah, arabische Kaffeekanne, unbekannt Herstellung: unbekannt, Syrien Schenkung: Philipp Jebsen, Deutschland © Foto Deutsches Museum
Kosmos Kaffee
Staatliches Museum für Naturkunde
Karlsruhe
08.10.2020 bis 06.06.2021
Vom 8. Oktober 2020 bis 6. Juni 2021 dreht sich im Naturkundemuseum Karlsruhe alles um der Deutschen liebstes Getränk – nicht weniger als 162 Liter pro Kopf werden hierzulande pro Jahr getrunken! D...