Sprengel Museum Hannover
30169 Hannover
Kurt-Schwitters-Platz

BENJAMIN BERGMANN: THE REVOLUTION WILL NOT BE TELEVISED

Laufzeit: 24. Oktober 2018 bis 10. Februar 2019

Der Titel der Ausstellung „The Revolution Will Not Be Televised“ (Die Revolution wird nicht im Fernsehen übertragen werden) bezieht sich auf einen legendären Song aus den frühen 1970er-Jahren des afroamerikanischen Musikers und Poeten Gil Scott-Heron. Der kapitalismuskritische Text dieses Musikstücks fokussiert die durch das Fernsehen geprägte materialistische und konsumorientierte Gesellschaft und ist gleichsam als ein Appell für Freiheit, Wandel und politische Gegenwehr zu verstehen.

Im Zentrum der Ausstellung steht eine Lichtinstallation, die aus fünf, in einzelne Betonfundamente gegossenen Bühnenscheinwerfern besteht. Das Statement „The Revolution Will Not Be Televised“wird hier in Form einer eindringlichen Lichtdramaturgie – übertragen in Morsezeichen – als helle Lichtblitze kontinuierlich an die Wand geschossen und auf diese Weise als stetig wiederkehrende Botschaft inszeniert. Dem gegenüber steht „Der Traum von einer großen Sache“ – ein großformatiges Tableau aus goldenen Spiegeln, bestehend aus Fassadenscheiben des damaligen Palastes der Republik in Berlin, dem ehemaligen Symbol des gescheiterten politischen DDR-Regimes. Der symbolisch aufgeladene Raum bildet auf diese Weise einen Dialog, der sowohl auf die Geschichte der Unterdrückung als auch der Revolte rekurriert und damit die Frage nach heutigen Formen des Protestes und der Gegenwehr stellt.
Im Rahmen des Ausstellungsprojektes präsentiert das Sprengel Museum Hannover auch das an die ortsspezifischen Gegebenheiten angepasste Werk „Beben“, das 2006 anlässlich einer Einzelausstellung des Künstlers am Königsplatz in Zusammenarbeit mit dem Lenbachhaus, München, entstand. Als skulpturales Objekt mit dem Titel „Beben, restauriert 2018“ in Form eines großen Klangtrichters auf der Museumsstraße, in unmittelbarer Nähe zum Ausstellungsraum, wird es mit einem akustischen ‚Beben‘ den musealen Raum stündlich erschüttern und die Aufmerksamkeit der Besucher durch diese metaphorisch abstrakte Intervention intensivieren.

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