Hamburger Kunsthalle
20095 Hamburg
Glockengießerwall

Friedrich Wasmann (1805-1886)

Laufzeit: 02. März 2007 bis 28. Mai 2007

Der Hamburger Maler Friedrich Wasmann (1805-1886) gehörte neben Caspar David Friedrich und Philipp Otto Runge zu den großen Entdeckungen der Berliner Jahrhundertausstellung 1906. Die Hamburger Kunsthalle besitzt nahezu 1.000 Werke Wasmanns, die größtenteils bereits kurz nach 1900 durch Alfred Lichtwark ins Haus kamen und bisher nur zu einem sehr kleinen Teil der Öffentlichkeit bekannt sind.

Friedrich Wasmann erhielt seine malerische Ausbildung ab 1828 in Dresden und München. 1830 plante er eine Reise nach Italien, blieb aber zunächst bis Anfang 1832 in Meran, fasziniert von der unberührten Gebirgslandschaft Südtirols. 1832-1835 folgte endlich der erstrebte Aufenthalt in Rom, ab 1833 gemeinsam mit dem befreundeten Hamburger Maler Victor Emil Janssen. In Rom beschäftigte ihn als Zeichner und Maler vor allem das intensive Studium des Lichtes, das ihn zu einem der frühen und bedeutenden Freilichtmaler der Kunstgeschichte werden ließ. Unter dem Einfluss des Nazareners Friedrich Overbeck konvertierte der Protestant Wasmann 1835 zum Katholizismus.

Nach einigen Jahren in München kehrte Wasmann 1839 nach Meran zurück. 1840-43 wohnte er in Bozen wo er neben zahlreichen Landschaftsstudien vor allem Portraits Südtiroler Bürger schuf. Nach einem erneuten Aufenthalt 1843-46 in Hamburg, wo er Emilie Krämer heiratete, siedelte Wasmann endgültig nach Meran über. Neben den vielen Landschaften und Bildnissen sind Wasmanns Genredarstellungen und Studien italienischer und tirolischer Bauern hervorzuheben, die mit ihrer Detailfreudigkeit auch eine wichtige Quelle für Volkskundler sind. Das Spätwerk des Künstlers ist dagegen von einer zunehmenden Verengung auf die u. a. durch die Konvertierung bedingte religiöse Malerei bestimmt und verlor zusehends an künstlerischer Qualität.

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