Hamburger Kunsthalle
20095 Hamburg
Glockengießerwall

Vilhelm Hammershøi

Laufzeit: 22. März 2003 bis 29. Juni 2003

Zu Lebzeiten war er einer der gefeiertesten Künstler Europas. Der Dichter Rainer Maria Rilke und die Maler Emil Nolde und Auguste Renoir gehörten zu seinen Bewunderern. Später geriet sein Werk außerhalb seines Heimatlandes Dänemark fast in Vergessenheit: Die Bilder von Vilhelm Hammershøi (1864-1916) werden nun mit einer großen Ausstellung im Frühjahr 2003 in der Hamburger Kunsthalle für das deutsche Publikum wiederentdeckt.

In Zusammenarbeit mit dem Statens Museum for Kunst in Kopenhagen zeigt die Hamburger Kunsthalle etwa 50 Gemälde aus allen Schaffensphasen Hammershøis. Einen Schwerpunkt bilden Hammershøis Darstellungen von Interieurs der eigenen Wohnung in Kopenhagen; Bilder über die in der Frankfurter Allgemeine Zeitung stand: "Die Türen können fluchen, die Dielen können schweigen. (...) Es ist, als sei die Malerei gegangen und habe die Welt als Interieur zurückgelassen." In der Ausstellung werden aber auch Hammershøis verlassene Stadt- und Landschaftsansichten sowie die geheimnisvollen Akt- und Portraitdarstellungen zu sehen sein. Viele der gezeigten Gemälde stammen aus bedeutenden europäischen Museen, wie etwa der Tate Gallery in London, dem Musée dŽOrsay in Paris und aus Museen in Dänemark. Ergänzt wird die Ausstellung durch Leihgaben aus dem Besitz des Dänischen Königshauses.

Obwohl Hammershøis Œuvre sehr eigenständig ist, sind Bezüge zu symbolistischen Kunstströmungen der Jahrhundertwende sichtbar, die weit über Skandinavien hinausreichen. Daher wird die Hamburger Ausstellung mit Gemälden von Hammershøis Zeitgenossen wie James McNeill Whistler, Ferdinand Hodler, Fernand Khnopff, Edvard Munch und Félix Vallotton erweitert. In diesem spannungsreichen Kontext wird Hammershøi als wichtiger Protagonist des Symbolismus erlebbar.

Erst in den letzten Jahren wurde das faszinierende Werk Vilhelm Hammershøis international wiederentdeckt: Das Musée dŽOrsay in Paris und das Guggenheim Museum in New York konnten mit ihren Hammershøi Retrospektiven 1997/1998 große Publikumserfolge feiern. Die Vilhelm Hammershøi Ausstellung der Hamburger Kunsthalle bietet im Frühjahr 2003 die einmalige Chance der Wiederentdeckung dieses zu unrecht vergessenen Künstlers in Deutschland.

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